Eine Geschichte – Zwei Seiten | 2015

„Eine Geschichte – Zwei Seiten“

Unser Ziel ist ein nachhaltiges Projekt der ernsten Musik und der bildenden Kunst, in denen junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie kulturellen Parallelwelten zusammengeführt, interkulturelle sowie interreligiöse Dialoge zwischen verschiedenen Herkunftspopulationen erlaubt sind und schließlich gemeinsam künstlerische Werke geschaffen und präsentiert werden.

Der Mythos der Odyssee ist unverändert aktuell, er steht sinnbildhaft für das unfreiwillige Verlassen der gewohnten Umgebung sowie die Erlebnisse von Migrierenden und bildet somit die Basis für unser diesjähriges Projekt.

Jugendliche verschiedener Schulen und Altersklassen gehen diesen Fragen in mehreren Workshops auf die Spur, sammeln Geschichten und setzen sich dazu künstlerisch mit professionellen Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern auseinander. Die daraus resultierenden Werke – inspiriert durch die von den Jugendlichen gesammelten Geschichten – werden im Rahmen des Kammermusikfestival 2015, präsentiert.

Ablauf

Dieses Jahr nehmen drei Schulen an unserem Projekt Teil. Die Viet-Stoß-Realschule, die Sabel Realschule und die Thusneldaschule. In der ersten Etappe wurden SchülerInnen interviewed und ihre Geschichten  gesammelt. Aus diesen Geschichten erarbeiteten die Gruppen dann ‚Elfchen‘ – kurze Gedichte – und versuchten die Erfahrungen in den Geschichten auf das Wesentliche zu reduzieren; Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Unter der Anleitung von Gero Nievelstein präsentierten die Schülerinnen die Elfchen interessierten Künstlern und diese entwickelten Workshops, um gemeinsam das Ganze künstlerisch umzusetzen. Evi Lou arbeitete mit ihrer Gruppe an einer Installation aus einer Skulptur und vier Bildern. Bei dem Workshop von Joshua Groß war Sprache das Medium und es entstanden eigenständige Geschichten. Iwona Lompart wiederum arbeitete mit Kisten aus Karton, in denen kleine Welten geschaffen wurden.

Alle Workshops konnten dieses Jahr in unseren eigenen Räumen Auf AEG stattfinden. Es wurde gemeinsam gearbeitet aber auch gekocht, gegessen, Ideen ausgetauscht, Teamarbeit gefördert, in unterschiedlichsten Kunstrichtungen experimentiert. Das gemeinsame Arbeiten mit den professionellen Künstlern war eine willkommenen Abwechslung zu dem schulischen Alltag. Wir bedanken uns bei den Lehrkräften, die es ihren Klassen ermöglicht haben, an diesem Projekt teilzunehmen.

Ziel Erreicht !

Am 16. September im Rahmen des Kammermusik Festivals können die künstlerischen Resultate des Projektes begutachtet werden. Kuratiert von Verena Waffek begleiten die Arbeiten ein Konzert – das Festivalfinale. Auch bei den Offen Auf AEG Tagen am 19. und 20. September freuen wir uns auf regen Besuch.

In unserem Blog können Sie die einzelnen Etappen des Projektes anschauen. Anbei finden Sie weitere Informationen zu dem 16. sowie dem gesamten Festival. Informationen zu den Offen Auf AEG finden Sie dann auch in Kürze auf unserem Blog.